Internationale Serien sind populär. Doch in Deutschland gibt es keine Serie mit dieser Qualität, Innovationskraft, Kreativität und dem Erfolg? Die meisten internationalen Serien entstehen in Writers’ Rooms. Bei uns wird kaum eine Serie horizontal über viele Staffeln hinweg, zeitlich dicht aufeinander folgend entwickelt und produziert. 


Worum es geht

Im Writers’ Room: Lab werden ausgewählte Autoren in aufeinander aufbauenden Modulen und mit Hilfe von Mentoren durch die Prozesse des Writers’ Room geführt. Kreativitätstechniken, Design Thinking, die Auseinandersetzung mit Use-Experience und Audience Engagement sind ebenfalls Bestandteil des LABs. Die Position des Showrunners wird dabei bewusst nicht besetzt – es geht doch vorrangig darum, die Kompetenzen und das Arbeiten im Team zu erproben und zu erfahren.


Das Besondere

Autoren, die sich diesem Arbeitsprozess anschließen, haben viele Vorteile. Sie teilen sich Arbeitsaufwand, lernen voneinander und können ihre Stärken einbringen, während Schwächen im Idealfall ausgeglichen werden. Eine erfolgreiche Autorengruppe kann mehr, schneller und sehr oft auch in besserer Qualität liefern.

Im Gegensatz zu einem Writers’ Room durfte unser »Writers’ Room: Lab« »Ergebnis-offen« sein. Es ist ein »Creative Space«, in dem – im besten Sinne des Wortes – gespielt und ausprobiert werden darf. Die Branchenexperten vermitteln mit Keynotes und Case Studies Wissen über Seriendramaturgie, Produktion und Marktgegebenheiten und lassen ihre Expertise einfließen.


An wen richtet sich das Writers’ Room: Lab?

Das Lab richtete sich explizit an den deutschsprachigen Autoren- und Produzentennachwuchs, die Serien für den deutschsprachigen und europäischen Markt realisieren wollen. Bewerben konnten sich Autoren, Studierende und Alumni einschlägiger Studienrichtungen sowie Schreibende mit professionellen Ambitionen. Eine entsprechende Ausbildung, etwa zum Drehbuchautor war Voraussetzung, Serienerfahrung von Vorteil.


Mentoren des Writers’ Room: Labs

Sylke Meyer

Sylke Rene Meyer

Internationale Filmschule Köln / Deutschland

Professorin für Drehbuch, Dramaturgie und Serial Storytelling. Sylke Rene Meyer arbeitet in unterschiedlichen Bereichen der künstlerischen Filmgestaltung­ als Autorin, Editorin, Regisseurin für Dokumentar- und Spielfilme und als Medienkünstlerin. Ihre Arbeiten, Filme und Drehbücher sind mehrfach, unter anderem mit einem Emmy, ausgezeichnet. Sie beschäftigt sich darüber hinaus mit neuen medialen Formaten und Entwicklungskonzepten im Bereich des interaktiven und seriellen Erzählens.

Prof. Dr. Eva Stadler

Prof. Dr. Eva Stadler

Hochschule der Medien / Deutschland

Als Professorin für TV- Management lehrt und forscht sie in den Bereichen Film und TV. Sie arbeitete als Produzentin bei der Bavaria Filmverleih und Produktion. Realisierte im Auftrag verschiedener Firmen Bewegtbildprojekte, wie die mit dem Preis des Filmfests Münchens ausgezeichnete Dokumentation »Keep Surfing« und die erste deutsche Pay-TV-Serie »Add a Friend«, die neben diversen anderen Preisen den Grimme Preis erhielt.

Timo Gössler

Timo Gößler

Filmuniversität Babelsberg / Deutschland

Akademischer Mitarbeiter und Dozent im Studiengang Drehbuch und Dramaturgie (Fachbereich Praktische Dramaturgie) an der Konrad Wolf-Filmuniversität Babelsberg. Er schrieb zahlreiche Drehbücher, nahm selbst an einem Writers’ Room teil und gibt Workshops und Seminare über das Schreiben in Writers’ Rooms.

Tac Romey

Tac Romey

Phantomfilm / Deutschland

Verantwortet als Drehbuchautor, Headwriter und Produzent verschiedene erfolgreiche wie preisgekrönte TV-Serien, Fernseh- und Kinofilme. Zu seinem Portfolio zählt unter anderem Deutschlands erfolgreichste Web-Serie »Der Lack ist ab«, die sich durch Authentizität im Storytelling auszeichnet. Er lehrt am Lehrstuhl Drehbuch an der Hochschule für Fernsehen und Film München serielles Erzählen.  

Doron Wisotzky

Prof. Doron Wisotzky

HFF München / Deutschland

In seinem Studium Regie und Drehbuch drehte er die preisgekrönten Kurzfilme »Kopfsache« und »Kosher«. Zusammen mit Matthias Schweighöfer realisierte er als Autor erfolgreiche Projekte wie »What a Man« und »Schlussmacher«. Weitere Drehbücher und Regieprojekte sind in Entwicklung. Wisotzky unterrichtet an der HFF München und ist dort Abteilungsleiter der Drehbuchabteilung.

Egbert van Wyngaarden

Prof. Egbert van Wyngaarden

Hochschule Macromedia / Deutschland

Autor, Dramaturg und Transmedia-Vordenker. Im Rahmen seiner Professur für Drehbuch und kreatives Schreiben entwickelt er interdisziplinäre Ansätze für die Gestaltung von zukunftsfähigen Medien. Egbert van Wyngaarden ist Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Transmedia Bayern e.V. und Jurymitglied des Preises für crossmediale Programminnovation.